Nach langer Abstinenz von britischer Kleinmädchenmusik über gebrochene Herzen und Hommagen an das bezirzende Nachtleben Londons, die einen den Trennungsschmerz für einen Rausch lang vergessen lassen, freuten wir uns die blassen Gesichter rosig, als die Datumsanzeige des Handys endlich auf den zwanzigsten Tag des Monats umsprang.
Im Le Bikini leuchtete der azurblaue Swimming Pool wie eine Leuchtreklame in der Dunkelheit und verführte uns beinahe dazu, unsere erhitzten Gemüter mit einem Kopfsprung abzukühlen. Wir wählten stattdessen ein Bier, welches seine Wirkung nicht verfehlte.
Das Spektakel auf der Bühne schwankte minutiös zwischen sphärisch und aufreizend, je nach dem welches Lied grade aus dem breiten Repertoire gezogen wurde. Die Band klimperte auf ihren Instrumenten, klimperte mit ihren schönen Augen und zog uns in ihren Bann, der sich, voller Heiterkeit und Liebe, wie ein Regenbogen im Saal ausbreitete. Wir Strahlemännchen, mitten auf der Woge der Begeisterung angelangt, tanzten und jauchzten, dass man uns für die Protagonisten eines Werbespots für eine neue Glückspille halten könnte. Frontmann Luke Pritchard wurde seiner Rolle als Rampensau gerecht und präsentierte sich in äußerst engen Hosen, erklomm die Boxen und fegte auf der Bühne herum wie ein schöner Wirbelwind.
Beflügelt und auf ein Neues angefixt von den glitzernden und schillernden Klangfarben der Kooks'schen Tonkunst taumelten wir nach Hause und sind uns einig: Das nächste Mal sind wir wieder dabei!