9. Februar 2012

Eisprinzessin

KooKoo
- erster Outfit-Post


Kleid, Pulli + Ring: H&M - Tasche: Vintage - Schuhe: Vagabond - Armband: Vintage

7. Februar 2012

Osnabrooklyn


Ein paar Schnipsel aus dem letzten Jahr, ein paar Ecken aus der Stadt, die wir so langweilig finden, dass wir blind sind und nicht sehen, was sich verändert.

6. Februar 2012

Clair de Lune


Ich orientiere mich nicht länger nach der Sonne, die unbeständig und launisch, mal auf blauem Grund glitzert, mal unter grauen Schwaden verschwindet und mich vergessen lässt, dass es einen Sommer gibt. Der Mond, weiß und strahlend, wie er die Lichtungen mit hellem Schein bedeckt, und sein Spiegelbild, das sich verhundertfacht zu meinen Füßen in den Pfützen wiederfindet und der Nebel faserig um meine Beine schwebt, wie Puder, das vergessen hat, der Schwerkraft zu folgen, auf den kalten Grund, den Asphalt, auf dem meine Absätze klacken. Das einzige Geräusch dieser Nacht, regelmäßig und durchdringend, im Takt mit meinem Atem, der winzige Wolken in der Luft hinterlässt. Der Weg führt mich nicht heraus aus dem Nebel meiner Umgebung und meines Bewusstseins, die Nacht führt mich weiter hinein, in den Sog von Furcht, Delirium und Kälte, und lässt mich die wilden Kreaturen der Dunkelheit hervorrufen, die es nicht gibt.

17. Januar 2012

Sommersehnsucht

Ich vermisse das Lagerfeuer und das lauwarme Bier, das uns nicht schmeckt. Wir trinken es doch und am Morgen bekommen wir Sommersprossen vom unendlichen Dösen in der Sonne. Und ich flechte dir die Haare, die warm sind, und wir sammeln samtweiche Federn und duftende Blumen. Unbekümmert. Und wir radeln zum dunklen See, der uns verschlingt wie ein einsames, schwarzes Monster. Tollkühn. Wir bleiben dort, bis die Sonne untergeht und finden hungrig und müde nach Hause, wo wir unsere dreckigen Fußsohlen bewundern und uns auf morgen freuen.

Sommer, warum bist du gegangen? Wir waren doch so glücklich...

13. Januar 2012

Bonaparte: Wir Sind Keine Menschen


Über die Vielseitigkeit eines BONAPARTE-Konzerts könnte man ein ganzes Buch schreiben, denn was man da zu sehen bekommt, ist wie ein mit reichlich LSD gespickter Ausflug in einen Abenteuerpark für Erwachsene oder solche, die sich dafür halten. Die Protagonisten dieses Trips könnten mit ihrer Performance auch im Zirkus auftreten und sind garantiert von einer einzigartigeren Natur als die dort zu findenden Ponys und Trapezakrobaten. Das Spektakel – eine solche Veranstaltung simpel mit dem Begriff Konzert zu betiteln wäre untertrieben – reizt wirklich alle Sinne, ob bekannt oder unbekannt, bis zum völligen Kollaps aus: in den Ohren schwirren feinste Wortspiele, zum Speisen werden Croissants ebenso wie Sektduschen großzügig verteilt und fürs Auge gibt es einen wahren Maskenball zu bestaunen. Den Künstlern steht ihre Kreativität bis zum Hals, was wohl auch begründet, warum sich ihr Erscheinungsbild durschnittlich alle zwei Minuten vom einem Extrem ins andere verwandelt: Von der spärlich bekleideten Nonne mit pinkem Haar und Wodkaflasche in Übergröße zur Computerfrau mit Monitorköpfchen, vom Pferd zum gruseligen Riesenbaby – dieses Spektakel gleicht einer inszenierten Orgie, die an Drama und Witz keiner Seifenoper etwas nachsteht.
Wer Angst vor Brüsten, Schweiß und Reizüberflutung hat, sollte besser zuhause bleiben! Wer sich hingegen schon immer nach etwas mehr Turbulenzen im Leben gesehnt hat, sollte das nächste Konzert von BONAPARTE nicht verpassen.

5. Januar 2012

Ein Herz und eine Seele


Mia kämpfte sich in einer ratternden Maschine durch die Berge aus Zuckerwatte hoch über unseren Köpfen und so konnten die Feiertage der kalten Jahreszeit gemeinsam höchst glanzvoll und besinnlich zelebriert werden. Vorher aber bastelten wir uns die Finger wund, summten Weihnachtslieder, bis uns die Ohrwürmer selbst in unsere Träume folgten, und verpassten vor lauter wuseligen Vorbereitungen doch glatt, uns Sissi   anzusehen! Dafür wurden wir aber gebührend entschädigt: Wir wurden mit Geschenken überhäuft, die wir nicht verdienen, mit Essen verwöhnt, bis unsere Konturen verschwommen und verbrachten brillante Abende mit unseren liebsten Zeitgenossen in Saus und Braus. Das neue Jahr begrüßten wir mit ordentlichem Schwips und reichlich funkelndem Feuerwerk in geliebten Glitzerschuhen und sind uns sicher, dass es fantastisch wird!! Wir freuen uns auf ein Jahr randvoll mit spannenden Reisen, bombastischen Festivals, zauberhaften Konzerten und goldigen Freunden!

14. November 2011

Junk Of The Heart


Nach langer Abstinenz von britischer Kleinmädchenmusik über gebrochene Herzen und Hommagen an das bezirzende Nachtleben Londons, die einen den Trennungsschmerz für einen Rausch lang vergessen lassen, freuten wir uns die blassen Gesichter rosig, als die Datumsanzeige des Handys endlich auf den zwanzigsten Tag des Monats umsprang.
Im Le Bikini  leuchtete der azurblaue Swimming Pool wie eine Leuchtreklame in der Dunkelheit und verführte uns beinahe dazu, unsere erhitzten Gemüter mit einem Kopfsprung abzukühlen. Wir wählten stattdessen ein Bier, welches seine Wirkung nicht verfehlte.
Das Spektakel auf der Bühne schwankte minutiös zwischen sphärisch und aufreizend, je nach dem welches Lied grade aus dem breiten Repertoire gezogen wurde. Die Band klimperte auf ihren Instrumenten, klimperte mit ihren schönen Augen und zog uns in ihren Bann, der sich, voller Heiterkeit und Liebe, wie ein Regenbogen im Saal ausbreitete. Wir Strahlemännchen, mitten auf der Woge der Begeisterung angelangt, tanzten und jauchzten, dass man uns für die Protagonisten eines Werbespots für eine neue Glückspille halten könnte. Frontmann Luke Pritchard wurde seiner Rolle als Rampensau gerecht und präsentierte sich in äußerst engen Hosen, erklomm die Boxen und fegte auf der Bühne herum wie ein schöner Wirbelwind. 
Beflügelt und auf ein Neues angefixt von den glitzernden und schillernden Klangfarben der Kooks'schen Tonkunst taumelten wir nach Hause und sind uns einig: Das nächste Mal sind wir wieder dabei!